Armed Angels oder Hell’s Angels?

„Was bewegt dich? Was motiviert dich? Was würdest du gerne machen für die Welt?“

Das waren die Einstiegsfragen von Teresa Wolf. Sie arbeitet für die youngCaritas Vorarlberg und hat der 2as erklärt, was ein ausgetrockneter See mit Baumwollkleidung zu tun hat, wie viel Prozent der Kleidung, die produziert wird, nie einen Kleiderschrank sieht und noch viel, viel mehr. 

 „Wie oft gibt es eine neue Kollektion in Kleidungsgeschäften? Wie viel Wasser steckt in einem T-Shirt, wie weit reist ein T-Shirt, bis es bei uns zu Hause landet?“.

Schon wieder wirft Teresa mit Fragen um sich. Fast jede Woche. 2000 Liter. Einmal um die Welt. Das sind die Antworten auf diese Fragen. Das „durstige“ T-Shirt reist einmal um die ganze Welt, bevor es Teil einer der fast 52 Kollektionen des Jahres wird und mit 40% Wahrscheinlichkeit nicht getragen wird. Nie. Schockierende Fakten, die Teresa in den Unterricht bringt. Ebenfalls schockierend ist das Bild vom fast ausgetrockneten Aralsee. Für die Bewässerung von (Baumwoll-)Plantagen wurden den Zuflüssen zum Aralsee Wasser entnommen und daher ist er ausgetrocknet. Schockierend, aber weit weg von unserem Alltag, von Lustenau. Um die Auswirkungen, die Fast Fashion bei uns hier in Österreich haben, besser greifbar zu machen, wird die 2as einen Ausflug zum Sortierwerk der Carla machen, wo die gut 10 Tonnen an Kleidung, die täglich in Vorarlberg gesammelt werden, landen.  

 

Eine letzte Frage von Teresa:

„Können wir etwas machen? Wenn ja, was? Liegt es allein an der Kleidungsindustrie, das System zu ändern?“

Die Klasse muss überlegen. Die Kleidung eventuell länger tragen? Mehr Second Hand einkaufen? Auf die Qualität schauen? Bingo. Als Teresa die nachhaltige Kleidungsmarke Armed Angels erwähnt, kommt die Frage – meinst du etwa Hell’s Angels? Auch bei ernsten Themen darf der Humor nicht fehlen. Danke an die fragestellende Schülerin! Und DANKE an die Caritas für den spannenden Einblick.